Wir haben die Lösung - Aber für welches Problem?

Beginnen wir zuerst einmal die Frage zu beantworten, weshalb Lee McPea's Adventures überhaupt notwendig ist. Es ist bereits seit geraumer Zeit bekannt, dass mit jeder menschlichen Generation das durchschnittlich gemessene Intelligenz-Potential höher ist als in den Generationen davor. Die Wissenschaft bezeichnet dieses als den „Flynn-Effekt“. 

Unser Schulsystem wurde daher von den Urur-Großeltern der heutigen Schüler entwickelt. Einer Generation die nachweislich über einen durchschnittlich geringeren IQ verfügte, als es ihre Nachfahren heute tun. 

Ebenfalls überholt ist der Ansatz, dass es genau eine Art von Intelligenz gibt. Jene, die wir mittels IQ messen können. Bereits vor Jahren begann der Hype auf die Messung des EQs, des sogenannten emotionalen Quotienten. Jene Intelligenz, die es uns ermöglicht das Verhalten und die Emotionen unserer Mitmenschen zu „lesen“ und zu „deuten“. Bereits mit der Anerkennung dieses EQ hat sich die Menschheit eingestanden, dass die hohe Fähigkeit des Rechnens, Schreiben und Lesens, einen Menschen nicht gezwungener Weise zu einem „intelligenterem“ Menschen macht. 

Menschen können noch so genial Denker sein, wenn sie nicht die Gabe haben, eine soziale Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen. Denn sie können dieses Wissen ohne eine soziale Beziehung nicht weitergeben und es ist auf ewig verloren. Um uns dieses Wissen zu bewahren, und es über die Generationen hinweg weiterzuentwickeln, sind wir bestrebt unsere Kinder bereits in jungen Jahren damit zu konfrontieren. Noch nicht gesellschaftlich oder persönlich positioniert, versucht man ihnen diesen menschlichen Gral des Wissens zu vermitteln, auf dass sie einerseits anderen Kindern mal die Nasenlänge in Wissen voraus sind, aber auch, um die Weiterentwicklung des aktuellen Wissenstandes der Menschheit zu gewährleisten.

Eine schwere Bürde, die wir unseren Kindern hier umhängen. Einerseits konfrontieren wir sie mit einem, ihnen fremden, Wettbewerbsverhalten, und andererseits erhoffen wir uns doch insgeheim, mal den nächsten Einstein als Nachwuchs heranzuziehen.  

Da wir uns das selbst auch nicht zutrauen das Wissen der Menschheit kindergerecht zu vermitteln, vertrauen wir unsere Kinder bereits recht früh, anderen Menschen an, die diese Aufgabe für uns übernehmen sollen. Wir schmeißen sie frühmorgens aus dem Bett, und zwingen sie bereits in die Hektik unseres eigenen Arbeitsalltages hinein, bevor wir sie an der Türschwelle zur Bildung abgeben.

Schlagartig gilt es nun für unsere Kinder sich gesellschaftlich zu positionieren. Viele von ihnen lernen zu dem Zeitpunkt wie es ist, anders zu sein als der Durchschnitt und wie man mit Problemen umgeht, wenn die Eltern nicht hinter einem stehen. Hoffnung hierfür gibt der Erwachsene, dem sie anvertraut wurden.

Um zu gewährleisten, dass unsere Kinder das bestmögliche „Service“ in ihrer Bildung bekommen, machen wir es uns nicht leicht, die richte Wissensstätte zu finden. Wir nehmen hohe Preise, weite Fahrtstrecken oder sogar die tagelange Trennung von unserem Kind in Kauf.

Dieses tun wir alles, bis wir das erste Mal in traurige Kinderaugen blicken. Kinderaugen, die uns mitteilen, dass sie nicht mehr in die Schule gehen möchten. Unsere eigenen Kinder erzählen uns, dass sie geschubst und ausgelacht werden, oft auch kein Lehrer in der Nähe ist der etwas unternehmen kann und der Erhalt von Lob eine Ausnahme ist, die die Regel bestätigt.

Ist dieses ein Augenblick, mit dem wir mit uns selbst ringen unsere Emotionen und Gefühle zu beherrschen oder teilen wir bereits jetzt dem Kind schon mit, dass wir von dem jahrelangen Nippen aus dem Gral des Wissens nichts halten? 

Wagen wir es doch einmal zu träumen. Woran könnte man erkennen, dass unsere Vorstellungen eines Wissenstransfers, auch Realität geworden sind?

1   Kinder dürfen sich frei nach ihren Stärken und Schwächen entfalten

2   Kinder werden unabhängig von ihrer Herkunft, kognitiver und körperlichen Unterschieden als gleichwertige Individuen gesehen, die aufgrund ihrer Individualität geschätzt werden und nicht ausgeschlossen oder "umerzogen" werden,

3   Bereits vorhandenes Wissen über die menschliche Entwicklung wird nicht nur transferiert, sondern auch für den Transfer angewandt

4   Wir heben unsere Kinder nicht mit einer Schultüte bewaffnet auf den gleichen Stresspegel, unter dem wir schon drohen zu zerbrechen

Kinder werden als eigene Individuen gesehen, für die wir verantwortlich sind, dass sie sich in wenigen Jahren ins gesellschaftliche Leben einbringen können, mit jenen Stärken die sie persönlich ausmachen.